Taekwondo

Was ist Taekwondo?

Taekwondo ist eine Jahrtausendalte koreanische Kampfkunst der waffenlosen Selbstverteidigung. Sie hat sich über einen Zeitraum von ca. 2000 Jahren entwickelt. Der Koreanische Großmeister Kwon Jae-Hwa hat das Taekwondo 1965 in Deutschland eingeführt. Es fand ziemlich schnell großer Beliebtheit. Heute gibt es über 30 Millionen Mitglieder in über 157 Ländern im WOT. Taekwondo ist somit die am häufigsten betriebene Kampfsportart der Welt.

Grundgedanke des Taekwondo ist die waffenlose Selbstverteidigung durch den Einsatz des eigenen Körpers.

Man sollte auch immer bedenken, dass Taekwondo kein sinnloses aufeinander Einschlagens ist.

Allein das Wort Taekwondo besteht aus 3 Teilen, die jeweils einen bestimmten Teil von TKD symbolisieren.

Tae

symbolisiert den Einsatz von Fußtechniken

Kwon

symbolisiert die Faust, den Einsatz von Handtechniken

Do

bedeutet "Geistiger Weg", die Lehre, stammt vom chinesischem Tao ab. Gemeint ist der  Weg und symbolisiert den geistigen Teil vom Taekwondo. "TKD bildet auch den Charakter aus!!"

Die Ursprünge des Taekwondo

Die Anfänge des Taekwondo lassen sich bis in die Koguryo-Dynastie zurückverfolgen, die 37 vor Chr. im Norden Koreas gegründet wurde. Ein Beweis dafür, dass die Kampfkunst Taekwondo sehr alt ist belegen die in Stein gehauenen Darstellungen von typischen Bewegungsformen des Taekwondo in einem Höhlengrab aus dem Jahre 39 v.Chr. . Man geht sogar davon aus, dass es Taekwondo (wenn auch nicht in der Form wie wir es heute kennen) bereits seit der Gründung Koreas im Jahre 2333 v.Chr. gibt. Durch das Auf und Ab der zahlreichen koreanischen Dynastien war die Kampfkunst mal mehr, mal weniger populär, hielt sich aber (sogar trotz zwischenzeitlicher Verbote) immer wieder aufrecht. Dabei wurden manchmal mehr Schwerpunkte auf die Fausttechniken, mal mehr Schwerpunkte auf die Fußtechniken gesetzt.

Anfangs wurde Taekwondo zur reinen Selbstverteidigung ausgeübt, vor allem wegen der ständigen Überfälle von japanischen Armeen. So kam es, dass ganze Koreanische Armeen diese Kampfkunst erlernten und sie perfekt beherrschten. Sie alle standen auf einem Level, das man mit unserem heutigen 9.DAN vergleichen kann.

Nach dem zweiten Weltkrieg und der Teilung in Nord- und Südkorea, begann auch für Taekwondo ein geteiltes Zeitalter. In Nordkorea entwickelte sich unter General Choi das ITF (International Taekwondo Federation) System, in Südkorea unter Kim Un-Yong die WTF (World Taekwondo Federation). Die DTU ist Mitglied der WTF.

1965 fand die erste Taekwondo Demonstration koreanischer Großmeister in Deutschland statt. Seither ist diese koreanische Kampfsportart in Deutschland fest etabliert: bereits 1968 gab es die erste deutsche Meisterschaft. Auch an der ersten Taekwondo-Weltmeisterschaft, 1973 in Seoul, nahm ein deutsches Team teil. Eine deutsche Damen-Mannschaft gibt es seit 1975.

1979 wurde die erste Weltmeisterschaft in Deutschland, in Sindelfingen, ausgetragen, damals wurde mit Rainer Müller auch der erste Deutsche Weltmeister. 1981 wurde die DTU gegründet.

1981 wurde Taekwondo als olympische Disziplin anerkannt. Bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul und 1992 in Barcelona war es als Demonstrationssportart dabei. Bei der IOC-Sitzung 1994 in Paris wurde Taekwondo zur vollwertigen Olympischen Sportart erklärt und wird als solche bei der Olympiade 2000 in Sydney zur Austragung kommen.

Taekwondo ist für viele heute nur ein Fitnesssport oder eine Waffe mit der sie in einer Schlägerei andere zusammenschlagen können.

Damalige Königreiche in Korea:

  1. Koguryo (37 B.C. - 668 A.D.)
  2. Baek je (18 B.C. - 600 A.D.)
  3. Silla (57 B.C. - 936 A.D.)


Grafik von: Volkshochschule Pullach

 

(Quellangabe: Stellenweise von der Dtu-hompage)