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Kritische Stellen am menschlichen Körper

Hinweis:
Sie können in die Abbildungen klicken und in den jeweiligen
Listen nähere Informationen zu Körperstellen abrufen.

Am menschlichem Körper befinden sich ungefähr 244 druckempfindliche Stellen. Von diesen werden 69 als kritische Stellen betrachtet. Bei diesen wiederum unterschiedet man zwischen kritischen und weniger kritischen Stellen; die ersten können tödliche Verletzungen oder anhaltende Verunstaltungen nach sich ziehen, während es im Falle der letzteren zu heftigen Schmerzen kommen kann, die die Arbeit des entsprechenden Organs beeinträchtigen können.Der menschliche Körper ist in 5 Hauptzonen eingeteilt: Den Kopf (Mori), den Hals (Mok), den Brustkorb (Gasum), den Unterleib (Bokboom) und die 4 Arme und Beine (Pal Gwa Dari).

Kopf:

  1. Schädeldach (Dae Sin Moon) 
  2. Schläfe (Gwanja Nori) 
  3. Nasenbein (Migan) 
  4. Augapfel (Angoon) 
  5. Nase (Kotdung) 
  6. Kiefergelenk (Tok Gwanjol) 
  7. Philtrum (Injung) 
  8. Lippen (Ipsul) 
  9. Kinnspitze (Mit Tok) 
  10. Hinter den Ohren (Hoo-I Boo) 
  11. Unterkiefer (Yop Tok)
  12. Kieferknöchel (Wit Tok)

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Das Schädeldach (koreanisch: Dae Sin Moon)

Das Schädeldach ist der obere Teil des Kopfes. Direkt in der Mitte des Kopfes verläuft eine Kranznaht durch die die Kopfplatten zusammengewachsen sind. Durch stumpfe (breitflächige) Gewalt kann es zu einem Schädeldachbruch kommen. Dabei ist die Schädeldecke gesprungen (Spaltbruch), gesplittert oder eingedrückt. Besonders schwerwiegend ist ein solcher Bruch, wenn Risse in der harten Hirnhaut entstehen oder Splitter vom Schädel die Hirnmasse verletzen.

Die Schädelbasis bildet den Boden des Hirnschädels und das Dach des Gesichtsschädels. Kommt es zum Schädelbasisbruch treten oft Blutung an Ohr und Nase und Blutergüsse im Augenbereich auf.

Eine solche Verletzung entsteht jedoch nicht beim Taekwondo-Wettkampf, da hier ein ausreichender Kopfschutz getragen wird.

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Schläfe - (koreanisch: Gwanja Nori)

Unter der Schläfe versteht man die Kopfregion zwischen Auge und Ohr. Beim Menschen ist die Schläfe aufgrund der flachen Grube (Schläfengrube) besonders gut zu erkennen. 
Da kurz hinter der Schläfe bereits das Gehirn liegt, haben Treffer hier eine hohe Wirkung.
Nach einer stumpfen Gewalteinwirkung kann es deshalb zu Übelkeit, Brechreiz, Kreislauf- und Atemstörungen und Sehkraftbeeinträchtiung kommen. Schlimmstenfalls kommt es zur Bewußtlosigkeit und zum Erinnerungsverlust.

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Nasenbein (koreanisch: Migan)

Das Nasenbein ist Teil der äußeren Nase. Daran anschließend bilden noch verschiedene hyaline Knorpelstücke als knorpeliges Nasenskelett die menschliche Nase. 
Das Nasenbein ist paarig angelegt und schmal. Es ist nicht besonders stabil ist gegen Schläge von vorne, von der Seite und vorallem von oben.

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Augapfel (koreanisch: Angoon)

Die Augen stellen eines der wichtigsten Sinnesorgane des Menschen dar. Besonders im Kampf sind wir Menschen auf sie angewiesen um uns richtig zu orientieren. 
Der Augapfel ist zum Schutz in die Augenhöhle (bestehend aus Stirnbein, Jochbein und Oberkeiferknochen) eingebettet, die das Auge vor großer stumpfer Gewalteinwirkung schützt. Das Auge selbst hat keine besondere Schutzmechanismen und ist äußerst anfällig gegen alle Arten von Gewalteinwirkung wie z.B.
- Stiche (Finger, Gegenstände)
- Flüssigkeiten (ätzende und nicht ätzende)
- Licht (Sonne, Blendgranate)

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Nase (koreanisch: Kotdung)

Die Nase ist gegliedert in "äußere Nase" und in die "Nasenhöhlen". Die äußere Nase besteht aus:
- Nasenwurzel
- Nasenrücken
- Nasenspitze
- Nasenflügel
- Nasenbein 
Der vordere Teil der Nase besteht aus einem knorpeligen Nasenskelett und nicht aus einem Knochen.

Die Nase kann bei der Selbstverteidigung gezielt benutzt werden um z.B. den Kopf des Gegners zu drehen. Desweiteren bewirkt meist schon ein schwacher Schlag mehr oder weniger starkes Nasenbluten. Dabei zerreißen infolge der Schlageinwirkung die Blutgefäße in der Nase
(Nicht zu verwechseln mit dem Schädelbasisbruch).
Leider bricht die Nase auch schnell bei einem Schlag oder Tritt, was unangenehme Folgen mit sich bringt, aber nicht lebensgefährlich ist.
 

Der Mythos von Hollywood, dass man eine Nase bis ins Gehirn schlagen kann ist eher ein modernes Märchen. Damit der Nasenknochen bis ins Gehirn gehen würde, müßte er erstmal vom vorliegenden Knorpel beschleunigt (unwahrscheinlich) und ungebrochen (Nasenknochen ist sehr dünn) durch die Nasenhöhlen bis zum Gehirn vorstoßen.

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Kiefergelenk (koreanisch: Tok Gwanjol)

Das Kiefergelenk ermöglicht dem Unterkiefer seine Gelenkigkeit und somit das Kauen durch die kräftige Kaumuskulatur.

Besonders einfach läßt sich das Kiefergelenk finden, wenn man den Mund öffnet und mit einem Finger in der entsprechenden Region tastet.

Ein Schlag oder Tritt kann hier erheblichen Schaden zufügen.

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Philtrum (koreanisch: Injung)

Das Philtrum ist deutlich durch die "Hasenscharte" zwischen Nase und Oberlippe zu erkennen (sie entsteht durch das Zusammenwachsen von Gesichtshautflächen).

Es ist Trefferpunkt beim mittleren Faustschlag bei fast allen Kampfsportarten.

Besonders wichtig ist hier der richtige Treffer, denn eine Abweichung nach unten bricht die Zähne des Gegners und verursacht Schnittwunden in der Faust des Angreifers. 
Eine Abweichung nach oben verletzt die Nase und kann diese ungewollt brechen. 
Ein Fehlschlag der rechts oder links vorbeigeht zeigt nur wenig Wirkung.

Beim direkten Schlag auf das Philtrum jedoch bleibt der äußerliche Schaden am Gegner meist begrenzt und "nur" das Gehirn bekommt die Treffereinwirkung zu spüren. Mögliche Folgen sind Nasenbluten, Übelkeit, Brechreiz, Kreislauf- und Atemstörungen.

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Lippen (koreanisch: Ipsul)

Die Lippen sind bewegliche, weiche Verdickungen am Mundrand, welche drüsenreich und stark durchblutet sind (daher die rote Farbe).

Bei schwacher Gewalteinwirkung kommt es bereits zum Aufplatzen der Lippen.

Ein direkter Schlag oder Tritt ist nicht besonders empfehlenswert, da man dem Gegner unweigerlich die Zähne eintritt/einschlägt und sich dabei selbst verletzten kann.

Fazit: Nur ein ungeübter Schüler wird dieses Mittel einsetzen, um einen Gegner zu stoppen.

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Kinn (koreanisch: Mit Tok)

Das Kinn ist der mittlere Teil des Unterkiefers. Ein Schlag oder Tritt hierauf kann den Unterkiefer brechen.

Wirkungsvoller ist allerdings ein sogenannter Kinnhaken, bei dem der Kopf zurückschnappt. Dabei tritt eine Wirkung vor allem im Gehirn auf. Dies wird durch die Beschleunigung des Kopfes an die Schädelwand geschlagen und dadurch in seiner Funktion, je nach Härte des Schlages, beeinträchtigt.

Allerdings sind bei einem solchen Angriff Halswirbelschäden oder ein Kieferbruch nicht auszuschließen.

Somit ist auch dieser Angriff eher ungeeeignet um einen Angriff abzuwehren, da es bessere Methoden gibt.

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Hinter den Ohren - (koreanisch: Hoo-I Boo)

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Unterkiefer (Yop Tok)

Als Unterkiefer bezeichnet man den gesamten beweglichen Kauapparat der am Kiefergelenk mit dem Schädel verbunden ist.

Ein direkter Schlag oder Tritt kann zu einem Kieferbruch führen, der nur schwer zu behandeln ist. Aufgrund der meist unangemessenen Härte ist der Unterkiefer für eine Selbstverteidigungssituation nur in Notfällen ein primäres Angriffsziel.

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Kieferknöchel (koreanisch: Wit Tok)

Der Kieferknöchel stellt keine anatomische Besonderheit da. Er ist Teil des Unterkiefers.

Ein direkter Schlag oder Tritt kann zu einem Kieferbruch führen, der nur schwer zu behandeln ist. Aufgrund der meist unangemessenen Härte ist der Unterkiefer für eine Selbstverteidigungssituation nur in Notfällen ein primäres Angriffsziel.

Wesentlich effizienter und angebrachter ist deshalb ein Stechen (mit dem Fingern) in die weiche Unterseite des Gesichtes. Dabei greift man direkt neben dem Kieferknöchel unter das Gesicht und drückt kräftig nach oben.

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Oberkörper:

  1. Kieferknöchel (Wit Tok) 
  2. Oberer Nacken (Wit Mok) 
  3. Adamsapfel (Gyol Hoo) 
  4. Luftröhre (Soom Tong) 
  5. Handgelenk (Sonmok Gwanjol) 
  6. Arterie oberhalb des Handgelenkes (Dung Sonmok Dongmaek) 
  7. Arterie unterhalb des Handgelenkes (Maekbak Sonmok Dongmaelk) 
  8. Daumenballen (Umjigoo) 
  9. Brust/Brustwarzen
  10. Schultergelenk (Euhke Gwanjol) 
  11. Solarplexus (Myong-Chi)

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Kieferknöchel (koreanisch: Wit Tok)

Der Kieferknöchel stellt keine anatomische Besonderheit da. Er ist Teil des Unterkiefers.

Ein direkter Schlag oder Tritt kann zu einem Kieferbruch führen, der nur schwer zu behandeln ist. Aufgrund der meist unangemessenen Härte ist der Unterkiefer für eine Selbstverteidigungssituation nur in Notfällen ein primäres Angriffsziel.

Wesentlich effizienter und angebrachter ist deshalb ein Stechen (mit dem Fingern) in die weiche Unterseite des Gesichtes. Dabei greift man direkt neben dem Kieferknöchel unter das Gesicht und drückt kräftig nach oben.

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Oberer Nacken (koreanisch: Wit Mok)

Der Nacken ist der hintere oder oberer Halsabschnitt des Menschen. Direkte Schläge auf den Nacken können deshalb schwere Schäden an der Halswirbelsäule hervorrufen, die zur Lähmung führen können. Zusätzlich verstärkt wird der Schlag/Tritt durch das Gewicht des Kopfes, der die Halswirbel bei einer solchen Beschleunigung noch zusätzlich belastet.

Aus diesem Grund sind Schläge zum Nacken und auf den Halsbereich im Taekwondo-Wettkampf verboten.

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Adamsapfel (koreanisch: Gyol Hoo)

Unter den Adamsapfel versteht man den vorspringenden Schildknorpel des Kehlkopfes, der als Höcker beim Mann sichtbar ist. Der Kehlkopf stützt über Knorpelstücke die Luftröhre. Der Kehlkopf selbst ist am Zungenbein aufgehängt und besteht aus drei unpaaren und einem paarigen Knorpel, die jeweils durch Bänder zusammengehalten werden.

Es ist besonders gefährlich direkt auf den Kehlkopf zu schlagen oder zu treten. In beiden Fällen besteht die Gefahr das der Gegner erstickt, weil der Kehlkopf und seine Knorpel durch den Schlag/Tritt eingedrückt wurden.

Dann kann nur noch ein fachmännisch ausgeführter Luftröhrenschnitt (vom Arzt) das Ersticken verhindern.

Genau aus diesem Grund ist diese Trefferfläche für den Taekwondo-Wettkampf eine Tabuzone. Leider ist jedoch der Hals beim Wettkampf gegen einen solchen versehentlichen Angriff nicht geschützt.

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Luftröhre (koreanisch: Soom Tong)

Die Luftröhre ist ein ca. 12 cm langes Verbindungsrohr zwischen der Lunge und dem Kehlkopf. Sie besteht aus untereinander verbundenen Knorpelspangen die nach hinten offen sind.

Ein blockieren der Atemwege führt bereits nach kurzer Zeit zur Bewußtlosigkeit und kann zum vollständigen Atemstillstand führen. Ein Schutz vor einem Würgeangriff wird durch heranziehen des Kinns zur Brust bewirkt (leichte Senkung des Kopfes).

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Handgelenk (koreanisch: Sonmok Gwanjol)

Das Handgelenk ist ein Kugelgelenk, das aus zahlreichen Nebengelenken besteht (durch die Verschiebbarkeit der Handwurzelknochen ermöglicht).

Im Gegensatz zur Hand ist das Handgelenk nicht besonders stabil. Ein Fall nach vorne oder zur Seite darf deshalb niemals mit dem Handgelenk oder Handballen abgefangen werden. Desweiteren darf damit auch nicht geblockt werden.

Besonders gut läßt sich am Handgelenk ein Hebel anbringen (Kipphandhebel, etc.) mit der man den Gegner durch eine gezielte Technik seiner Bewegungsfreiheit beraubt.

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Arterie oberhalb des Handgelenkes -  (koreanisch: Dung Sonmok Dongmaek)

Arterien sind Blutgefäße, die das Blut vom Herzen zu den einzelnen Körperteilen befördern. In ihnen strömt sauerstoffreiches Blut.

Eine Schnittverletzung an dieser Stelle führt zu starken, pulsierenden Blutungen, die nur durch einen Druckverband gestillt werden können.

Im Gegensatz zur Halsschlagader bewirkt ein Abdrücken keine deutlichen spürbaren Effekt im Kampf.

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Arterie unterhalb des Handgelenkes -  (Maekbak Sonmok Dongmaelk)

Arterien sind Blutgefäße, die das Blut vom Herzen zu den einzelnen Körperteilen befördern. In ihnen strömt sauerstoffreiches Blut.

Eine Schnittverletzung an dieser Stelle führt zu starken, pulsierenden Blutungen, die nur durch einen Druckverband gestillt werden können.

Im Gegensatz zur Halsschlagader bewirkt ein Abdrücken keine deutlichen spürbaren Effekt im Kampf.

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Daumenballen - (koreanisch: Umjigoo)

In den Daumenballen wird vorallem bei der Befreiung aus einer Umklammerung "gekniffen".
Der stechender Schmerz führt meist zur Lockerung der Umklammerung des Gegners.

Falls dieses Mittel nicht ausreicht, kann auch der Daumen selbst gebogen werden (zum Körper des Gegner). Allerdings besitzt der Mensch wesentlich mehr Kraft im Daumen als in den restlichen Fingern. Aus diesem Grund sollte bei einem Fingerhebel die kleineren (schwächeren) Fingern für einen Fingerhebel benutzt werden.

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Brust / Brustwarze

Die Brust ist der vordere Teil des Rumpfes.
Bei Frauen ist sie in der Regel wesentlich deutlicher ausgebildet als bei Männern.

Die Brustdrüsen bestehen aus 15-20 einzelnen Drüsenläppchen, die von Fett- und Bindegewebe umgeben sind und die eigentlichen Brüste bilden. Umgeben sind die Brustdrüsen von den Brustwarzen, in denen die Ausführgänge der Milchdrüsen münden (bei Frauen). Der Bereich zwischen den Brüsten (Vertiefung) wird als Busen bezeichnet.

Besonders bei Frauen sind die Brüste (nicht der Busen!) empfindlich gegen äußere Krafteinwirkung. Aus diesem Grund sollten Frauen auch beim Wettkampf einen Brustschutz tragen.

Die Brustwarzen sind allerdings auch beim Mann sehr empfindlich und können durch drehen, ziehen, kratzen, einen Schlag oder einen Tritt (oder ähnliches) starke Schmerzen verursachen.

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Schultergelenk (koreanisch: Euhke Gwanjol)

Das Schultergelenk ist ein Kugelgelenk, welches sich zwischen dem Schulterblatt und dem Oberarmknochen befindet.

Auch hier läßt sich in der Selbstverteidigung, in Kombination mit dem Ellbogen, ein Hebel gut ansetzen, der je nach Technik auch zur Auskugelung des Schultergelenkes führen kann.

Ansonsten ist die Schulter relativ unempfindlich und nicht primäres Ziel von Schlägen und Tritten.

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Solarplexus (koreanisch: Myong-Chi)

Der Solarplexus oder das Sonnengeflecht ist ein sternförmiges Nervengewebe, dass die Funktion der inneren Organe steuert.

Ein gezielt angebrachter Schlag oder Tritt zum Solarplexus führt zur schlagartigen (zeitlich begrenzten) Atemlähmung. Es nimmt dem Gegner wörtlich die Luft aus den Lungen, weil das Zwerchfell durch den Schlag gelähmt wird und somit ein normales Atmen zeitweise nicht möglich. ist.

Die zeitlich begrenzte und sofort einsetzende Wirkung auf das Atemsystem ist der Grund dafür, weshalb der Solarplexus als primäres Ziel des Brustkorbes zu sehen ist.

Allerdings kann ein solcher Treffer bei kranken Menschen (mit Asthma oder ähnlichem) auch zur Bewußtlosigkeit oder schlimmstenfalls zum Atemstillstand führen. Dann muss sofort Erste-Hilfe (Mund-zu-Mund/Mund-zu-Nase) geleistet werden.

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Körper:

  1. Halsschlagader (Mok Dongmaek) 
  2. Schlüsselbein
  3. Brustbein (Hyung Gol) 
  4. Herz (Shim Jang) 
  5. Solarplexus (Myong-Chi)
  6. Milz (Bi Jang) 
  7. Leber (Gan Jang) 
  8. Ellenbogenbeuge
  9. Obere Magengegend (Sang Bokboo) 
  10. Nabel (Baekkob) 
  11. Unterleib (Ha Bookboo) 
  12. Schamgegend (Chiboo) 
  13. Leistengegend (Sataguni) 
  14. Genitalien (Nang Sim) 
  15. Knie
  16. Schienbein
  17. Spann & Zehen (Baldung)

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Halsschlagader (koreanisch: Mok Dongmaek)

Die Halsschlagader oder Halsarterie (Kopfschlagader) ist eine paarige Artierie des Halses die den Kopf und das Gehirn mit sauerstoffreichem Blut versorgen. Sie verläuft beiderseitig der Luftröhre und trennt sich jeweils in Höhe des Schildknorpels (Kehlkopfes) in zwei gleich starke Äste.

Die tieferliegende Arterie (Arteria carotis interna) versorgt einen Großteil der Gehirnarterien und das Auge und das Ohr.

An der oberflächlich verlaufende Arterie (Arteria carotis Externa), die am Vorderrand des Kopfwendemuskels liegt, kann man den Puls fühlen. Sie versorgt den Rest der Kopforgane sowie Teile der Halsmuskulatur und - eingeweide mit sauerstoffreichem Blut.

Ein Abdrücken der Halsschlagadern führt schon nach kürzester Zeit zur Bewußtlosigkeit beim Gegner.

Dabei können irreparable und nicht wieder korrigierbare Hirnschäden auftreten. Auch diese Methode darf nur im äußersten Notfall angewendet werden.

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Schlüsselbein

Das Schlüsselbein ist ein stabförmiger, gekrümmter und beiderseits zwischen Brustbein und Schulterblatt verlaufender Knochen des Schultergürtels. Es ist ungefähr 12-15 cm lang und dient der der Abstützung des Schulterblatts.

Durch Krafteinwirkung kann es zum Schlüsselbeinbruch kommen.

Besonders schmerzhaft ist es, wenn ein Finger knapp hinter dem Schlüsselbein nach unten gedrückt wird und quasi der Knochen von hinten gedrückt wird.

Bleibende Schäden treten dabei nicht auf.

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Brustbein (koreanisch: Hyung Gol)

Das Brustbein oder Sternum liegt in der vorderen Mitte des Brustkorbes (unterhalb vom Busen). 
Es ist ein platter Knochen zur Befestigung des Schlüsselbeins und der oberen Rippen.
Es ist eine wichtige Blutbildungsstätte im menschlichen Körper und von aussen relativ robust.

Aus diesem Grund ist auch der Solarplexus primäres Angriffsziel in dieser Körperzone.

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Herz (koreanisch: Shim Jang)

Das Herz liegt, geschützt durch die Rippen, im Brustraum über dem Zwerchfell und zwischen den beiden Lungenflügeln. Es ist ein muskulöses Hohlorgan, dass durch Zusammenziehen und Erschlaffen die Blutzirkulation im Körper bewirkt.

Ein gesundes Herz ist im höchsten Maße unempfindlich gegenüber äußeren Einflüssen.
Aus diesem Grund hat ein Tritt oder Schlag direkt aufs Herz keinen besonderen Effekt.
Auch ist das Brechen der Rippen und das indirekte Verletzen des Herzens nur rein theoretisch möglich.

Nur bei Herzstillstand kann ein fester Schlag, das Herz wieder zum Schlagen veranlassen. Dies geschieht allerdings auch nur äußerst selten.

Die bei einer Herzmassage gebrochenen Rippen (natürlich ausversehen) haben bisher noch kein Herzen ernsthaft verletzt.

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Solarplexus (koreanisch: Myong-Chi)

Der Solarplexus oder das Sonnengeflecht ist ein sternförmiges Nervengewebe, dass die Funktion der inneren Organe steuert.

Ein gezielt angebrachter Schlag oder Tritt zum Solarplexus führt zur schlagartigen (zeitlich begrenzten) Atemlähmung. Es nimmt dem Gegner wörtlich die Luft aus den Lungen, weil das Zwerchfell durch den Schlag gelähmt wird und somit ein normales Atmen zeitweise nicht möglich. ist.

Die zeitlich begrenzte und sofort einsetzende Wirkung auf das Atemsystem ist der Grund dafür, weshalb der Solarplexus als primäres Ziel des Brustkorbes zu sehen ist.

Allerdings kann ein solcher Treffer bei kranken Menschen (mit Asthma oder ähnlichem) auch zur Bewußtlosigkeit oder schlimmstenfalls zum Atemstillstand führen. Dann muss sofort Erste-Hilfe (Mund-zu-Mund/Mund-zu-Nase) geleistet werden.

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Milz (koreanisch: Bi Jang)

Die Milz liegt im oberen linken Teil der Bauchhöhle zwischen dem Magen und dem Zwerchfell. Es ist das größte lympathische Organ im menschlichen Körper. Die Milz hat dabei die Form einer Bohne und ist etwa 12 cm lang und 8 cm breit. Ihre primäre Aufgaben sind die Bildung von Lymphozyten sowie von Antikörpern bei schweren Infektionskrankheiten, das Auffangen von Blutverunreinigungen und der Abbau von roten Blutkörperchen und Blutplättchen. Aus diesem Grund ist sie stark durchblutet.

Verletzungen an der Milz sind aufgrund ihres offenen Blutkreislaufes nicht heilbar. Allerdings ist die Milz auch nicht unbedingt lebenswichtig für den Menschen, weil bei ihrer Entnahme andere Organe ihre Funktion übernnehmen.

Als Sportler spürt man die Milz vorwiegend bei plötzlichen Sauerstoffbedarf, bei der die Milz kontrahiert und somit Seitenstechen (Milzstechen) hervorruft.

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Leber (koreanisch: Gan Jang)

Die Leber ist die größte Drüse im menschlichen Organismus. Sie liegt in der Bauchhöhle unter dem Zwerchfell und flüllt die ganz rechte Zwerchfellkuppel aus.

Die zentrale Funktion der Leber liegt im Stoffwechsel. Beim Abbau überalteter roter Blutkörperchen sowie bei der Blutspeicherung.
Desweiteren speichert sie auch noch andere Stoffe (Vitamine, Bluteiweißstoffe, etc.) und baut körperfremde (Arzneimittel) Stoffe ab. Dazu gehört auch der zugeführte Alkohol.

Gegen Schläge und Tritte ist sie auf Grund ihrer Lage relativ unempfindlich.

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Ellenbogenbeuge

In die Ellenbogenbeuge wird bevorzugt bei der Selbstverteidigung gegriffen. Hier entstehen relativ schnell starke Schmerzen und durch ein "Schnalzen" der Sehnen kann ein Arm für längere Zeit krampfhaft angewinkelt sein.

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Obere Magengegend (koreanisch: Sang Bokboo)

Die oberere Magengegend ist relativ unempfindlich solang der Körper über ausreichend Bauchmuskeln verfügt. Bei einem überraschenden Angriff kann jedoch ein direkter Treffer in dieser Gegend den Gegner buchstäblich in die Knie zwingen. Besonders bei der Selbstverteidigung muss man mit Schlägen in diese Region rechnen.

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Nabel (koreanisch: Baekkob)

Der Nabel ist eine narbig verwachsende Grube, die nach dem "Abnabeln" und dem Abfallen des Nabelrestes verbleibt.

Es ist nur noch ein Stück Haut! Nach einer oberflächlichen Verletzungen bei dem die Haut sich regeneriert, würde der Nabel sich nicht nochmal neu bilden, sondern einfach weg sein.

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Unterleib (koreanisch: Ha Bookboo)

Der Unterleib stellt keine direkte Trefferzone da. Als Bereich unter dem Gürtel sollte er bei allen Übungen ein Tabu sein. Bei der Selbstverteidigung hat der Angriff dieser Zone keinen besonderen Effekt im Gegensatz zu den Genitalien.

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Schamgegend (koreanisch: Chiboo)

Der Beginn der Schamgegend stellt keine direkte Trefferzone da. Als Bereich unter dem Gürtel sollte er bei allen Übungen ein Tabu sein. Bei der Selbstverteidigung hat der Angriff dieser Zone nur einen geringen Effekt verglichen mit einem Angriff auf die Genitalien.

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Leistengegend (koreanisch: Chiboo)

In der Leistengegend verlaufen die zwei Arterien für die Beine. Sie bilden laut der asiatischen Sichtweise zwei von vier wichtigen Körperzentren (neben Philtrum und Solarplexus).

Die dort verlaufenden Arterien sind jedoch ein Schwachpunkt. Eine Schnittverletzung an diesen Stellen führt zu starken, pulsierenden Blutungen die nur durch einen Druckverband gestillt werden können.

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Genitalien - (koreanisch: Nang Sim)

Die Genitalien sind sowohl bei Männern als auch bei Frauen eine empfindliche Körperstelle. Männliche Geschlechtsorgane sind jedoch anfälliger gegen Schläge und Tritte, weil sie zum Großteil nicht im Unterleib angelegt sind.

Bei zu starker Krafteinwirkung gegen die männlichen Genitatlien kann es zu einer dauerhaften Schädigung des Hodengewebes (Unfruchtbarkeit) kommen, die nur in bestimmten Fällen vor Gericht gerechtfertigt ist.

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Knie

Das Knie (näher beschrieben im Artikel "Anatomie - Bein" ist äußerst anfällig gegen Krafteinwirkung von der Seite.So kann eine seitliche Belastung des Knies zum Bänderriss oder ähnlichem führen.

Ein geeignetes Ziel stellt auch die Kniekehle da.

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Schienbein

Das Schienbein ist der stärkste Unterschenkelknochen am menschlichen Bein.

Es ist ein beliebtes Ziel für Schocktechniken bei der Selbstverteidigung. Bei einem Tritt enstehen für kurze Zeit relativ starke Schmerzen, die den Gegner entweder von der Selbstverteidigungstechnik ablenken oder ihn veranlassen seinen Griff (oder ähnliches) zu lockern.

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Spann & Zehen (koreanisch: Baldung)

Den anatomischen Aufbau des Spann entnehmen sie bitte dem Artikel - Anatomie Bein.
Der Spann ist ebenfalls ein primäres Ziel für Schocktechniken in der Selbstverteidigung. Da der Spann selbst jedoch auch als Angriffswerkzeug verwendet wird ist er relativ robust. Besonders wenn der Gegner festes Schuhwerk trägt.

Noch besser ist deshalb ein gezielter Tritt gegen oder auf die Zehen des Gegners. Vorrausgesetzt der Gegner trägt keine Stahlkappen in den Schuhen.

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